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TOP 10 Früchte in Thailand

Essen, Feste & Kultur 08. September 2019 9 Min. Lesezeit Zuletzt geprüft: 19. September 2026
Bunte Auswahl tropischer Früchte auf einem Marktstand in Thailand

Thailand zählt zu den fruchtreichsten Ländern der Welt, und auf keinem Markt fehlen die typischen Stapel aus Mango, Durian und Mangostan. Manche gibt es das ganze Jahr, andere nur für wenige Wochen im Jahr – wer zur richtigen Zeit kommt, erlebt einen echten Unterschied. Hier sind unsere zehn liebsten Früchte, dazu ein Saisonkalender und die wichtigsten Regeln, bevor du versuchst, etwas davon mit nach Hause zu nehmen.

Saisonkalender: Wann welche Frucht am besten schmeckt

FruchtHauptsaison
MangoFebruar bis Juli, Höhepunkt März–Juni
DurianApril bis August/September
MangostanApril bis September
RambutanMai bis September
LonganJuli bis September
JackfruchtGanzjährig, meist Januar bis Mai am aromatischsten
DrachenfruchtGanzjährig verfügbar
PapayaGanzjährig
GuaveGanzjährig
KokosnussGanzjährig

Die beste Zeit, um möglichst viele Sorten frisch und reif zu erwischen, liegt zwischen April und Juni, wenn sich Mango-, Durian-, Mangostan- und Rambutan-Saison überschneiden. Neben unseren Top 10 lohnt sich auf Märkten auch ein Blick auf Litschi, Jujube (Thai-Apfel) oder Rosenapfel (Chomphu) – kleinere Nebendarsteller, die es ebenfalls wert sind, probiert zu werden.

Unsere Top 10 Früchte im Detail

Von Platz 10 bis zu unserer Nummer 1.

10. Mango

Reife gelbe Mango und grüne unreife Mango in Thailand

Eine der bekanntesten Früchte Thailands, und das gleich in zwei Varianten: die gelbe, reife Mango, weich, süß und saftig, und die grüne, unreife Mango, die viele Thailänder besonders lieben. Die gelbe Mango steckt in Säften, Shakes und dem beliebten Dessert Mango Sticky Rice (Khao Niao Mamuang), das du auf fast jedem Markt findest – ein Muss in Thailand. Die grüne Mango wird meist bei Straßenhändlern gekauft, schmeckt sauer und wird mit einem Dip aus Zucker und Chili serviert. Hauptsaison ist Februar bis Juli, am besten schmeckt sie zwischen März und Juni.

9. Guave

Grüne Guaven auf einem Marktstand in Thailand

Die Guave stammt ursprünglich nicht aus Thailand, sondern wurde von den Franzosen ins Land gebracht. Witziges Detail: Der thailändische Name für Guave ist "Farang", eigentlich die Bezeichnung für "Nicht-Asiat", vermutlich weil der thailändische Name für Frankreich "Farangset" lautet. Die Guave sieht aus wie ein grüner Apfel, schmeckt aber deutlich süßer. Thailänder essen sie gern schon unreif, gemischt mit einem Dip aus Chili und Zucker – eine Kombination aus süß und würzig. Guaven gibt es das ganze Jahr über.

8. Longan

Aufgeschnittene Longan-Früchte mit weißem Fruchtfleisch

Der Longan, manchmal Drachenauge genannt, ist wie die Litschi ein Seifenbaumgewächs aus Südostasien: klein, rund, mit weißem Fruchtfleisch um einen schwarzen Kern – daher der Name. Der Geschmack ähnelt der Litschi, ist aber etwas weniger süß. Longan wird in der traditionellen Medizin in Teilen Asiens verwendet und gilt als reich an Nährstoffen. Hauptsaison ist Juli bis September.

7. Rambutan

Haarige rote Rambutan-Früchte in Thailand

Der Rambutan ist eine haarig aussehende Verwandte der Litschi – manche nennen ihn deshalb "haarige Litschi". In Thailand ist er sehr beliebt, wächst aber auch in Vietnam und Malaysia. Unter der Schale steckt weißes, süßes Fruchtfleisch mit einem Kern, dazu Vitamine, Kalzium und Magnesium. Hauptsaison ist Mai bis September, meist zeitgleich mit Mangostan.

6. Papaya

Grüne und reife orangefarbene Papaya in Thailand

Wahrscheinlich die vielseitigste Frucht Thailands, denn sie ist die Hauptzutat im berühmten Som-Tam-Papayasalat – dafür wird die unreife, grüne Papaya mit festem, weißem Fruchtfleisch verwendet. Die reife Papaya dagegen ist außen gelb-orange, innen weich, süß und orange gefärbt. Beide Varianten gibt es das ganze Jahr über auf Märkten und in Supermärkten, die süße Variante auch bei vielen Straßenhändlern.

5. Jackfrucht

Aufgeschnittene Jackfrucht mit gelben Fruchtsegmenten

Von außen sieht die stachelige Schale der Jackfrucht der Durian ähnlich, doch schon beim Öffnen wird der Unterschied klar: Der Geruch ist deutlich milder und angenehmer. Im Inneren stecken viele kleine gelbe Segmente rund um einen großen Kern, meist bekommst du sie beim Kauf schon portioniert. Der Geschmack ist schwer zu beschreiben – eine fruchtige Mischung aus etwas Ananas, Banane und Vanille. Jackfrucht ist ganzjährig erhältlich, am aromatischsten meist zwischen Januar und Mai.

4. Mangostan

Aufgebrochene Mangostan mit weißem Fruchtfleisch

Wird die Durian als "König der Früchte" bezeichnet, ist die Mangostan die "Königin". Ihr Geschmack ist eher säuerlich als süß, aber milder als Limette. Die lederartige Schale muss aufgebrochen werden, um an das weiße Fruchtfleisch zu kommen – bei reifen Früchten sollte sie glatt und glänzend sein. In manchen Hotels ist Mangostan wegen der dunklen, fleckenbildenden Schale nicht gern gesehen, allerdings deutlich seltener verboten als Durian. Hauptsaison ist April bis September.

3. Drachenfrucht

Aufgeschnittene pinke Drachenfrucht mit weißem Fruchtfleisch

Auffällig ist vor allem die knallig pinke Schale. Innen findest du weißes Fruchtfleisch mit kleinen schwarzen Kernen, ähnlich einer Kiwi. Die Frucht wächst an einer Kaktusart und lässt sich einfach halbieren und auslöffeln. Sie enthält Vitamin C, Kalzium und Eisen bei wenig Kalorien und ist das ganze Jahr über erhältlich.

2. Durian

Stachelige Durian, der König der Früchte, in Thailand

Die Durian gilt als "König der Früchte" und ist zugleich eine der teuersten Früchte, die du in Thailand kaufen kannst. Bekannt ist sie vor allem für ihren intensiven Geruch, der ihr bei Ausländern den Spitznamen "Stinkfrucht" eingebracht hat – Geschmackssache. Wegen dieses Geruchs ist Durian in vielen Hotelzimmern, Aufzügen und öffentlichen Verkehrsmitteln in Thailand verboten; die Regel legt jeweils der einzelne Betreiber fest, ein landesweites Gesetz gibt es dafür nicht. Der Geschmack selbst lässt sich schwer beschreiben: cremig, puddingartig, mit einer Note von Vanille, Karamell und Jackfrucht. Hauptsaison ist April bis August, mit dem Höhepunkt meist im Mai und Juni.

1. Kokosnuss

Frische Kokosnuss mit Strohhalm am Strand in Thailand

Unsere Nummer 1 und das Symbol für tropische Länder wie Thailand schlechthin. Auf Koh Samui prägen Kokosnussplantagen bis heute weite Teile der Landschaft – du siehst sie oft schon im Landeanflug. Bei Straßenhändlern und in Supermärkten kostet eine frische Kokosnuss meist nur wenige Baht, in Restaurants und Bars deutlich mehr. Das Kokoswasser schmeckt erfrischend, das Fruchtfleisch isst du am besten mit einem Löffel direkt aus der Schale. Daneben gibt es geröstete Kokosnüsse, Shakes, Eis und Säfte – die Kokosnuss ist ganzjährig verfügbar und gilt als besonders gesund.

Weitere Thai-Früchte, die sich lohnen

Neben unseren Top 10 findest du diese sechs auf so gut wie jedem Markt in Thailand – auch einen Blick wert:

Ananas

Ananas wird in Thailand ganzjährig angebaut und verkauft, mit zwei Erntespitzen: einer größeren Sommerernte von Februar bis Juni (am süßesten März bis Juni) und einer kleineren von Oktober bis Dezember. Straßenhändler verkaufen sie vorgeschnitten in Tüten oder am Spieß, außerdem steckt sie in Pfannengerichten und Fruchtshakes.

Wassermelone

Wassermelone gibt es das ganze Jahr über, Haupternte und süßeste Früchte fallen zwischen Februar und Mai, mit einem Höhepunkt etwa im März. In Thailand gibt es neben der bekannten roten auch eine gelbfleischige Sorte; beide schmecken ähnlich süß und werden von Straßenhändlern gern in Spalten geschnitten verkauft, besonders in der heißen Jahreszeit.

Litschi

Die Litschi-Saison in Thailand läuft ungefähr von April bis Juni, wobei der Großteil der Ernte aus den kühleren nördlichen Provinzen rund um Chiang Mai stammt statt aus dem Süden. Unter der rauen, rosafarbenen Schale steckt süßes, durchsichtiges weißes Fruchtfleisch um einen einzelnen Kern – nah verwandt mit Rambutan und Longan.

Banane

In Thailand gibt es deutlich mehr Bananensorten als zuhause, unterschiedlich in Größe und Süße: kleine, süße "Thai-Bananen" und die größere Cavendish-Sorte sind beide verbreitet, dazu einige ungewöhnlichere Varianten. Bananen gibt es ganzjährig auf jedem Markt, in Supermärkten und Convenience-Stores, und sie stecken in Shakes, Bananenpfannkuchen und Desserts.

Cantaloupe-Melone

Die kommerzielle Haupternte der Cantaloupe-Melone (auf Thai auch "Taeng Tes" oder "Taeng Farang" genannt) liegt in Thailand zwischen Januar und März, verkauft wird sie aber das ganze Jahr über auf den Märkten. Es gibt sowohl grün- als auch orangefleischige Sorten, wobei die orangene meist die süßere ist.

Soursop

Soursop – auf Thai "Thurian Thet" ("ausländische Durian") genannt, obwohl sie mit der Durian nicht verwandt ist – hat eine stachelige grüne Schale und weiches, faseriges weißes Fruchtfleisch mit einem säuerlichen Geschmack, oft beschrieben als Mischung aus Ananas und Erdbeere. Die Bäume blühen fast das ganze Jahr, die Frucht selbst reift aber überwiegend in den kühleren Monaten, ungefähr von November bis Februar. Meist wird sie zu Shakes oder Saft verarbeitet statt pur gegessen.

Wo Durian verboten ist – und was du sonst beachten solltest

Durian darfst du wegen ihres Geruchs in vielen Hotels nicht mit aufs Zimmer nehmen, ebenso wenig in Aufzüge, Flugzeuge, Busse oder Taxis – Schilder mit durchgestrichener Durian sind auf Koh Samui keine Seltenheit. Die Regel ist keine landesweite Vorschrift, sondern eine individuelle Entscheidung der jeweiligen Betreiber, um andere Gäste zu schützen. Am einfachsten: die Frucht direkt am Marktstand oder auf der Terrasse essen, statt sie mit ins Zimmer zu nehmen.

Früchte mit nach Deutschland nehmen: was erlaubt ist

Für die meisten frischen Früchte aus Thailand brauchst du ein Pflanzengesundheitszeugnis der thailändischen Pflanzenschutzbehörde, um sie in die EU einzuführen – ohne dieses Zertifikat werden sie am Zoll in der Regel beschlagnahmt und vernichtet, zusätzlich drohen Bußgelder. Nur fünf Früchte sind davon ausgenommen und dürfen ohne Zertifikat in unbegrenzter Menge mitgenommen werden: Ananas, Kokosnuss, Durian (außer im Handgepäck im Flugzeug), Banane und Dattel. Für Mango, Mangostan, Papaya, Longan und die meisten anderen frischen Früchte aus unserer Liste gilt das nicht – ohne Zertifikat bleiben sie am Zoll. Verarbeitete oder komplett getrocknete Früchte sind in der Regel unproblematisch.

Häufige Fragen

Welche Früchte sind in Thailand gerade in der Saison?

Das hängt vom Reisemonat ab: Mango-Saison läuft von Februar bis Juli, Durian und Mangostan von April bis September, Rambutan von Mai bis September und Longan von Juli bis September. Papaya, Jackfrucht, Drachenfrucht, Guave und Kokosnuss gibt es dagegen das ganze Jahr über. Die größte Vielfalt an einmal reifen Sorten findest du zwischen April und Juni.

Welche Früchte sind in Thailand am beliebtesten?

Mango und Durian gelten als die bekanntesten, gefolgt von Mangostan, Rambutan und Papaya. Unsere Top 10 oben deckt die Früchte ab, die du auf so gut wie jedem Markt in Thailand findest.

Wie schmeckt die Durianfrucht?

Cremig und puddingartig in der Konsistenz, geschmacklich eine Mischung aus Vanille, Karamell und etwas Jackfrucht – dazu der für viele gewöhnungsbedürftige, sehr intensive Geruch. Die Meinungen gehen stark auseinander: Für die einen ist sie der König der Früchte, für andere die "Stinkfrucht".

Darf man Früchte aus Thailand mit nach Deutschland nehmen?

Nur eingeschränkt: Ohne Pflanzengesundheitszeugnis sind lediglich Ananas, Kokosnuss, Durian (nicht im Flugzeug-Handgepäck), Banane und Dattel in unbegrenzter Menge erlaubt. Für Mango, Mangostan, Papaya, Longan und die meisten anderen frischen Früchte brauchst du das Zertifikat, sonst werden sie am Zoll einbehalten. Verarbeitete oder getrocknete Varianten sind meist unproblematisch.

Wie schmeckt Soursop und wann hat sie Saison?

Soursop hat weiches, faseriges weißes Fruchtfleisch mit einem säuerlichen Geschmack, oft beschrieben als Mischung aus Ananas und Erdbeere – geschmacklich ganz anders als die Durian, trotz des ähnlich klingenden Thai-Namens. Saison ist überwiegend in den kühleren Monaten, ungefähr von November bis Februar; am häufigsten wird sie als Shake oder Saft genossen.

Mehr zur thailändischen Küche und Kultur findest du in unseren Top 10 Nachtmärkten auf Koh Samui, wo du viele dieser Früchte frisch geschnitten kaufen kannst, und im Beitrag Wie teuer ist Urlaub auf Koh Samui für einen Überblick über Preise vor Ort.

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