Koh Samui (21.06.20)

Kein Massentourismus mehr? Thailand ist nicht das einzige Land, das sich mit der Frage auseinandersetzt, wie und wann es für Besucher wieder geöffnet werden soll. In ganz Südostasien – einer der am stärksten vom Tourismus abhängigen Regionen der Welt – legen Hotels und Reiseveranstalter langsam Fahrt ein, da Länder, denen es gelungen ist ihre Viruskurven zu reduzieren, Lockdown-Beschränkungen lockern. Laut Tourismusminister Phiphat Ratchakitprakarn besteht die Strategie der thailändischen Regierung zur Wiederbelebung des Tourismus darin, möglichst große Geldgeber, die vorrangig Privatsphäre und soziale Distanzierung in der Covid-19-Ära suchen, anzusprechen, anstatt zu versuchen, eine große Anzahl von Besuchern anzulocken.

Neues Marketing ↓

„Die Pandemie bietet die Möglichkeit, den Sektor, der auf chinesische Gruppen und Rucksacktouristen angewiesen war, zurückzusetzen“, so der Tourismusminister. „Sobald die Grenzen des Landes wieder geöffnet und sogenannte Reiseblasen vereinbart sind, richten sich die Marketingbemühungen an wohlhabendere Personen, die Urlaub mit minimalen Risiken wünschen. Die Regierung wird zunächst eine kleine Anzahl von Ankünften zulassen, darunter einige Geschäftsleute und Medizintouristen. Wir arbeiten auch mit der Reisebranche zusammen, um Personen in der Zielgruppe zu identifizieren und einzuladen, zu denen wahrscheinlich auch frühere Besucher von Luxusresorts auf den Inseln Phuket, Samui, Phangan und Phi Phi gehören werden“, sagte der Minister.

High-End-Besucher ↓

„Es kann erforderlich sein, dass Personen vor Reiseantritt die Covid-19-Tests bestehen und bei ihrer Ankunft eine einzelne Ferieninsel auswählen sowie für einen Mindestzeitraum bleiben. Die „High-End-Besucher“ können sich auf der Insel frei bewegen und nach Ablauf von mindestens 14 Tagen abreisen oder zu anderen Zielen in Thailand reisen“, sagte Phiphat. „Eine Person kann leicht bis zu fünf Mal so viel ausgeben, wenn sie in den besten Hotels übernachtet“, sagte er und fügte hinzu, „dass volles und kostenloses Reisen der Vergangenheit angehören sollte“, sagte er außerdem.

Sonst verliert Thailand ↓

„Thailands erste Reiseblasenpakte mit Ländern wie Japan und Australien werden wahrscheinlich erst im August fertig sein“, sagte Phiphat. „Thailand sehe die Krise als Chance, Probleme anzugehen, die vor der Pandemie bestanden, einschließlich Überfüllung einiger Strände und Tempel sowie das Problem der Umweltzerstörung. In den ruhigen Monaten ohne ausländische Reisende sind Meeresschildkröten zurückgekehrt, um Eier an thailändischen Stränden zu legen. Rosa Delfine tummelten sich mit Fischern und Seekühen, die an Land geschwommen waren, um Seegras zu essen“, sagte der Minister und ergänzte: „Wenn wir diese Chance nicht nutzen, um den größten Nutzen für die Branche zu erzielen, wird Thailand verlieren. Dies ist eine Gelegenheit, das gesamte Tourismus-System zurückzusetzen.“

Jaja, abwarten! ↓

An dieser Stelle sei darum gebeten, nicht sofort in Aufruhr zu verfallen. Denn wie wir alle wissen, produzieren politische Reden, und das weltweit, nur sehr selten eine greifbare Realität. Nichtsdestotrotz ist nicht von der Hand zu weisen, dass thailändische Urlaubsorte, darunter auch Koh Samui, bereits vor Corona einen zunehmend wohlhabenderen Wandel anstrebten. Unsere Gespräche mit den auf Koh Samui lebenden Shop-Betreibern, die der Insel mehrheitlich eine starke Entwicklung zu höherpreisigen Angeboten prognostizieren, bestätigen die Ideen des Ministers dahingehend.

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