Wie eine Nacht in Haad Rin wirklich ist
Der Strand zieht sich rund 800 Meter im Bogen, und in der Partynacht ist er auf ganzer Länge die Bühne — beziehungsweise gerade keine: Es gibt keine Hauptbühne und kein Line-up, dem man folgt. Jede Bar am Sand fährt ihre eigene Anlage, du läufst also auf ein paar hundert Metern aus Drum and Bass in Trance in Reggae und bleibst da, wo dir der Sound gefällt.
Das Publikum ist jung und kommt von überall. Nach unseren eigenen Buchungen kommen die meisten allein oder zu zweit — niemand rückt mit Gefolge an, und niemand braucht eins. Nach zehn Minuten gehörst du zu dem, was vor dir passiert.
Es baut sich langsam auf. Am späten Abend ist der Strand voll, aber begehbar, mitten in der Nacht ist der Höhepunkt, und im ersten Licht bleibt übrig, wer noch steht. Dann endet es, wie es angefangen hat — mit der Flut und vielen Leuten, die ein Boot suchen.
Wie voll es wird
In einem ruhigen Monat sind es vielleicht fünftausend Leute. In den Hochmonaten — und besonders an Silvester — geht es Richtung dreißigtausend. Der Dezember und die Monate davor und danach sind am vollsten; die Nächte in der Nebensaison sind spürbar ruhiger, ohne dass etwas fehlt.



